BVB August-Lenz-Haus

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Das August-Lenz-Haus am Signal lduna Park (ehem. Westfalenstadion) in Dortmund wurde 1993 als Geschäftsstelle für den BVB Borussia Dortmund 09 e V. an der Strobelallee errichtet. Es beheimatete die Vereinsverwaltung bis zu ihrem Umzug in neue und größere Räume am Dortmunder Westfalendamm im Jahre 1996. Das ca. 1.000 qm große Gebäude wurde nach dem ersten Fußball-Nationalspieler von Borussia Dortmund, August Lenz, der von 1936 bis 1950 im Kader stand, benannt Direkt hinter dem Gebäude schließt die 1926 errichtete Kampfbahn ‚Rote Erde‘ an‚ die von 1967 bis zum Bau des Westfalenstadions im Jahr 1974 Heimat der Mannschaft von Borussia Dortmund mit zeitweise bis zu 42.000 Zuschauerplätzen war. Das Westfalenstadion, das seit 2005 Signal lduna Park heißt, bietet nach drei Ausbaustufen heute Platz für rund 82.000 Zuschauer und ist damit des größte reine Fußballstadion Deutschlands. Nach dem Umzug der Geschäftsstelle von Borussia Dortmund stand das August-Lenz-Haus bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 leer. Zur WM bezog dann vorübergehend das FIFA-Organisationskomitee Dortmund die Räume. Bereits während der WM wurden die Planungen für den Umbau des Gebäudes für einen BvB-Fanshop und die Gaststätte „Strobels“ aufgenommen. Unmittelbar nach denn Auszug der FIFA-Mitarbeiter begannen im Spätherbst 2006 die Abbruch- und Entkernungsarbeiten.

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Nach nur dreimonatiger Bauzeit während der Bundesliga-Winterpause konnte das August-Lenz-Haus termingerecht am 26. Januar 2007 zum Rückrundenstart wiedereröffnet werden. Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung auf den Bestand des Gebäudes gelegt. Somit wurden, auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, u. a. bestehende vertikale Erschließungen und Funktionsbereiche in das neue Planungskonzept integriert. Bezogen auf diese Parameter wurde entschieden, den Gastronomiebereich mit rund 350qm Fläche im Erdgeschoss mit direktem Zugang zum Stadionvorplatz und Anbindung an die Biergartenflächen zu platzieren. Der Fanshop mit rund 660 qm Fläche erschließt sich somit über zwei Ebenen. Zur Stärkung des Gebäudes und dessen Signalhaltigkeit wurde unter Einbeziehung aller Fensteröffnungen eine rund 25 Meter lange und 7,50 Meter hohe Stahlrahmenkonstruktion mit vollflächiger Verglasung vorgelagert. Dieser neue, in den Vereinsfarben illuminierte Gebäudeteil, dient über eine frei gespannte Stahltreppe der Erschließung der Obergeschoss-Verkaufsflächen. Die interne Organisation des Fanshops wurde so ausgelegt. dass durch die Einbeziehung des neuen gläsernen Baukörpers in die Kundenwegführung eine visuelle Verbindung von innen zum Stadionvorplatz geschaffen wird. Umgekehrt beleben die Kunden und Besucher das ‘Schaufenster’ des Fanshops.

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In der Bundesliga-Sommerpause 2008 wurde das August-Lenz-Haus um eine Brückenverbindung zur vierten Ebene des Signal lduna Parks erweitert. In den Flächen der nord-östlichen Stadionecke wurde das Vereinsmuseum ‘Borusseum’ von Borussia Dortmund eröffnet Dieser zweite Bauabschnitt schafft für alle Ebenen des August-Lenz-Hauses und des Museums den uneingeschränkten Zugang für behinderte Besucher. Die Brückenverbindung führt die Glasstruktur des Fanshops fort und bildet durch seine Beleuchtung auch bei Dunkelheit de optische Verlängerung und Hinführung auf das Museum. Im Inneren wird das Raumerlebnis durch einen LED- Hinterleuchteten Glaseffektboden gesteigert.