Wettbewerb | Neumarkt Osnabrück


Der neue Baukörper soll als einerseits raumbildende Platzkante zur Unterteilung des Bereiches Neumarkt in zwei angenehm proportionierte und klar definierte Stadt-Plätze wirken und andererseits die enge funktionale Zusammengehörigkeit nicht abriegeln.

Dieser gewünschten städtebaulichen Wirkung entspricht die fließende Form der beiden Sockelgeschosse, die nicht nur dem Busverkehr sondern auch den vielfältigen Fußgängerströmen attraktive und wettergeschützte Wegeverbindungen und Flaniermöglichkeiten bietet. Die Gliederung in vergleichsweise kleinmaßstäbliche Wandscheiben mit Natursteinoberflächen und schaufensterartige Glasflächen entspricht der Nähe des Passanten und Nutzers zu den Bauteilen und macht die Haptik erfahrbar. In dem baulich sehr heterogenen Umfeld soll der Naturstein des Hase-Hauses erneut Verwendung finden und so zur gestalterischen Beruhigung und Harmonisierung des Platzes beitragen.

©2015 |DA| DRAHTLER ARCHITEKTEN | Visualisierung
©2015 |DA| DRAHTLER ARCHITEKTEN | Visualisierung

Die kristallin-eckige Kubatur der oberen Geschosse bildet bei optimaler Flächenausnutzung die klaren Raumkanten, die für die Platzbegrenzung nötig sind. Die gläserne Fassade zeigt nach außen eine homogen-glatte Oberfläche, die ihre Lebendigkeit aus den –nachts illuminierten- in der Tiefe gestaffelten Elementen wie der Stahl-Tragstruktur, Wandscheiben, Sonnen- und Blendschutz und auch Licht-und Werbeelementen gewinnt. Auch hier soll der Naturstein in Erscheinung treten. Der für die Dachterrasse der Gastronomie vorgesehene Rücksprung oder ein optionaler Wintergarten in der Verkaufsfläche liegen hinter der durchgängigen, ungestört wirkenden Fassade, die hier als Wind oder Wetterschutz dient. Nachts können die Obergeschosse je nach definiertem Lichtszenario laternenartig illuminiert werden oder gegenüber dem fassadenintegrierten LED-Screen in ihrer Wirkung zurücktreten. Das deutlich hinter den wahrnehmbaren Raumkanten zurückliegende niedrige Staffelgeschoß nimmt die Struktur und Materialität der Sockelgeschosse auf.

©2015 |DA| DRAHTLER ARCHITEKTEN | Visualisierung
©2015 |DA| DRAHTLER ARCHITEKTEN | Visualisierung

©2015 |DA| DRAHTLER ARCHITEKTEN | Visualisierung
©2015 |DA| DRAHTLER ARCHITEKTEN | Visualisierung

Die geplante Anordnung der Nutzungen in den Geschossebenen entspricht den Vorgaben der Auslobung. Um die Flexibilität der Mietflächen zu maximieren, wird die Vertikalerschließung in einer Ecke der Grundfläche konzentriert. Über zwei Staffeltreppen, zwei Aufzüge für die Büro- und Gastronomienutzung und einem entsprechend gesteuerten multifunktionalen Aufzug für Kunden aber auch zur Gebäude Ver- und Entsorgung werden alle öffentlichen Nutzungsbereiche barrierefrei erschlossen. Die vier Verkaufsebenen werden intern durch Fahrtreppen verbunden. Eine Anbindung an den vorhandenen Tunnelstutzen oder auch eine Brückenverbindung z.B. im ersten oder zweiten OG werden gewährleistet.


Unser Wettbewerbsbeitrag! Zum genaueren betrachten einfach klicken!